Bei der Wahl des richtigen Schweißgeräts kommt es nicht nur auf den Einsatzbereich an, sondern auch auf die Erfahrung des Nutzers. Laien sollten sich besonders hochwertige Geräte zulegen, denn das Verflüssigen von Metall erfordert eine hohe Temperatur. Der Umgang mit dem Schweißgerät ist also nicht ganz ungefährlich!
Zusatzfunktionen erleichtern die Arbeit!
Bei den modernen Schweißgeräten verhindern Voreinstellungen und Hilfsfunktionen die gröbsten Fehler. Vor allem Schweißinverter sind für Anfänger sehr gut geeignet. Sie sind einfach in der Handhabung und leicht zu tragen. Verschiedene Funktionen wie Hot Start, Anti-Stick und Arc Force erleichtern die Arbeit. Der Hot Start sorgt für zusätzliche Leistung beim Anlauf und hilft so beim Zünden des Lichtbogens. Die Anti-Stick Funktion der Schweißgeräte verhindert, dass die Elektrode am Werkstück festklebt und die Arc Force Regelung hebt bei kurzem Schweißbogen die Stromstärke.
Elektroschweißen und Autogenschweißen
Es gibt beim Schweißen grundsätzlich zwei verschiedene Verfahren. Beim Elektroschweißen wird die Temperatur mit einem Lichtbogen erzeugt, beim Autogenschweißen wird eine Flamme benutzt. Darüber hinaus gibt es innerhalb der beiden Methoden verschieden arbeitende Schweißgeräte-Typen.
Zahlreiche Modelle für das Elektroschweißen arbeiten mit einem Transformator, über den die Stromstärke geregelt wird. Schweißtransformatoren sind allerdings sehr unhandlich und schwer. Ein wenig kostspieliger, dafür aber auch wesentlich bequemer sind die Inverter. Sie brauchen - anders als die Schweißtransformatoren - nicht unbedingt eine kurze Verbindung zur Steckdose, denn Inverter bereiten den Strom elektronisch auf. Zudem sind sie wesentlich leichter und können somit ohne Probleme transportiert werden.
Beim Autogenschweißen oder Gasschmelzschweißen kommt die offene Flamme zum Einsatz. An diese Schweißgeräte sollten sich allerdings nur Profis wagen, denn die Gefahren, sich Verbrennungen zuzuziehen oder eine Explosion zu verursachen, sind bei falscher Handhabung groß. Die Temperatur wird hier durch Verbrennung eines Gas-Sauerstoff-Gemischs erreicht. Auch der arbeitstechnische Umgang mit dem Schweißgerät und dem Material erfordert wesentlich mehr Know-How als die Arbeit mit dem Elektroschweiß-Verfahren.
Heimwerker und Hobby-Schweißer sollten ihre ersten "Meisterstücke" mit einem Elektroschweißgerät umsetzen. Hierbei sind für dünne Bleche und Schweißarbeiten am Auto die MIG/MAG Schweißgeräte zu empfehlen. WIG-Schweißgeräte eignen sich besonders für Spezialanwendungen, bei denen saubere Nähte wichtig sind.
Die Schutzausrüstung
Augenschutz, Atemschutz, Gehörschutz und Lederhandschuhe mit Stulpen gehören zur Grundausstattung für Schweißarbeiten. Wer leichtfertig auf diese Ausrüstung verzichtet, riskiert seine Gesundheit. Schweißgeräte sind unter Umständen sehr laut und bei der Arbeit können Funken ins Auge gelangen. Insbesondere beim Autogenschweißen sollte man zusätzlich die Atemwege schützen, denn meist werden hier giftige Gase freigesetzt. Um die Kleidung zu schützen und Brände zu verhindern sind eine Lederschürze und ein Schweißschild wichtig.
Neben dem Schweißgerät und der Schutzkleidung sollte auch das notwendige Zubehör qualitativ hochwertig sein. Ein bestmögliches Ergebnis erreicht man nur mit dem richtigen Material und einer professionellen Ausrüstung. Drahtbürste, Schlackehammer, Elektroden, Massekabel, Schutzgasschweißdraht und Schlauchpakete sind nur einige Teile, die unbedingt in den Werkzeugkasten gehören. Darüber hinaus gibt es unzählige Zubehörteile für Profi-Schweißer. Heimwerker sollten sich jedoch zunächst mit einem bedienfreundlichen Schweißgerät und der Grundausstattung an die Arbeit machen. Mit der Zeit kommt die Routine und dann kann man sich auch an kompliziertere Aufgaben und das professionelle Equipment wagen.